Wettbewerb:

Insekten brauchen Bauern,
Bauern brauchen Insekten

Die Jury (von links nach rechts): Werner Schulze, NABU- Bundesfachausschuss Entomologie (Insekten), Bielefeld, Nordrhein-Westfalen Guido Höner, Stellv. Chefredakteur, Redaktion top agrar, Münster, Nordrhein-Westfalen Hermann Bimberg, Vorstand der Stiftung LV Münster, Münster, Nordrhein-Westfalen Kirsten Uenning, Geschäftsstelle & Projektmanagement Stiftung LV Münster, Münster, Nordrhein-Westfalen Prof. Dr. Teja Tscharntke, Fachgebiet Agrarökologie, Department für Nutzpflanzenwissenschaften, Georg-August-Universität Göttingen, Niedersachsen Sven Borchert, Landwirtschaftliche Betriebsgemeinschaft GbR, Landwirt aus Oschersleben, Landkreis Börde, Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Wolfgang Schumacher, Vorstandsmitglied der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, Bonn, Nordrhein-Westfalen Hubertus Maximilian Frhr. von Künsberg-Langenstadt, Landwirt aus Küps, Landkreis Kronach, Oberfranken, Bayern Heinrich Kersten, Imker, Verden, Niedersachsen Peter Hefner, Leiter Business Sustainability Syngenta GmbH, Maintal, Main-Kinzig-Kreis, Hessen Matthias Bröker, Ressort Ackerbau & Grünland, Redaktion top agrar, Münster, Nordrhein-Westfalen (Foto: R. Heil)

Die landwirtschaftliche Fachzeitschrift top agrar hat im Auftrag der Stiftung LV Münster und des Pflanzenschutz- und Saatgutunternehmen Syngenta im Januar dieses Jahres den Wettbewerb „Insekten brachen Bauern, Bauern brauchen Insekten“ ausgeschrieben. Gesucht wurden landwirtschaftliche Ortsvereine und einzelne Landwirte, die besonders insektenfreundlich arbeiten, z.B. Blühstreifen anlegen, diese mit Hecken, Randstreifen oder Brachen kombinieren und darüber hinaus noch eng mit Imkern oder Naturschutzverbänden zusammenarbeiten. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 25.000 € dotiert.

Was war das Ziel des Wettbewerbs?
Für die Landwirtschaft sind Käfer, Schwebfliegen und andere Insekten wertvolle Helfer. Weil sowohl die Artenvielfalt als auch die Insektenbestände unter Druck stehen, sind nun alle gefordert, den Schutz der Arten zu stärken. Viele Landwirte haben sich bereits auf dem Weg gemacht und in den vergangenen Jahren u.a. durch Blühstreifen oder Anlage von Biotopen die Lebensbedingungen für Insekten verbessert. Das hat Vorbildcharakter und soll durch den Wettbewerb prämiert werden.

Wer wird ausgezeichnet?
Landwirte und Regionen, die besonders insektenfreundlich arbeiten. Mitmachen konnten landwirtschaftliche Ortsvereine sowie deren Kooperationspartner wie zum Beispiel Imker, Bürger, Naturschützer, Politik und Verwaltung, aber auch einzelne Landwirte.

Wie war die Resonanz auf die Ausschreibung?
Der Wettbewerb hat ein großes Echo gefunden. Viele Medien, auch aus dem nichtlandwirtschaftlichen Bereich, sowie Bauernverbände, Imker, Naturschutzverbände und andere haben darüber berichtet. Am Ende haben sich 130 landwirtschaftliche Ortvereine, Kooperationen und einzelne Landwirte beworben.

Die Jury
Die Jury besteht aus Vertretern der Wissenschaft, des Naturschutzes, der Landwirtschaft, der Imker, der Kulturlandschaftsstiftungen, der Redaktion top agrar und der Auslober: siehe Foto. Die Jury hat am 14. Juni 2019 in Münster getagt und in beiden Kategorien (Landwirte, Kooperationen) jeweils drei Preisträger und einen Sonderpreis vergeben.

Wie geht es jetzt weiter?
Die Redaktion top agrar wird nun alle Preisträger besuchen und überprüfen, ob die eingereichte Bewerbungsunterlagen den Tatsachen entsprechen. Danach wird die Jury final über die Preisträger entscheiden.

Wann und wo erfolgt die Preisverleihung?
Die Preise werden auf der Internationalen Grünen Woche 2020 in Berlin unter Mitwirkung der Jury verliehen. (Hier finden Sie die Wettbewerbskriterien…)